Aufstiegsspiel gegen Emmenbrücke I mit 4:2 gewonnen
JSV Caissa Nidwalden I in die 2. Liga der SMM aufgestiegen, aber so ein richtiges Glanzstück war es nicht. Souverän geht irgendwie anders. Aber letztendlich zählt nur das Ergebnis. Emmenbrücke schenkte uns (wie angekündigt) nichts.
Zum Spielfilm. Eigentlich begann das ja ganz prima. Olafs Gegner stand mit den Eröffnungsgrundlagen in der Pirc-Ufimcev-Verteidigung auf Kriegsfuss und schickte schon früh seine Dame ins Gefecht und einen Springer auf d4, der dann gar keine Felder mehr hatte und vom c3 Bauern angegriffen wurde und so verloren ging. Da die Stellung auch sonst ziemlich hoffnungslos aussah, stand es nach 11 Zügen und gut 30 Minuten schon 1:0 für uns.
Bei Roland spielte sich fast ein deckunsgleiches Bild ab. Nur hier spielter der Gegner mit Minusfigur + Minusturm noch sehr lange weiter. Nach 1,5 Stunden 2:0.
In allen anderen Partien war der Ausgang recht offen. Mischa stand irgendwie im Feuer des Läuferpaares und der Gegner hatte die offene F-Linie besetzt. Bei Nikita war die Stellung eigentlich fast schon verloren, Danilo stand mit Weiss gut und hier hofften wir auf den wg. Berliner Wertung den noch notwendigen Punkte (bei 3:3 würden wir aufsteigen, weil an den vorderen Brettern gewonnen). Sofie stand mit Schwarz sehr gut, verpasste es aber dann die schwarzfeldrigen Läufer abzutauschen gegen ihren Springer, der dann die restliche Partie ein Aussenseiter blieb.
Mischas Partie ging dann schneller als erwartet verloren und Emmenbrücke verkürzte auf 2.1. Dafür zog nach einem Schach von Nikita dessen Gegner seinen König nach h1 statt in über f1 im Endspiel ("im Endspiel geht der König!"). Dadurch konnte Nikita sein Endspiel mit Minusbauern drehen und eher der König wieder ins Spiel eingreifen konnte, trat der entfernte Freibauer von Nikita auf der a-Linie seinen Siegeszug an und NIkita wickelte das dann mit Firgurenopfer sehr schön ab. Damit waren wir durch. Danilos Stellung mit 2 Minusbauern schien mir auch nicht so ganz das Gelbe vom Ei, aber ein inkorrekter Turmabtausch seines Gegners verhalf ihm dann zum Sieg. Sofie wickelte ungenau ab und musste dann mit einem Minusbauern ins Endspiel (je 2 Türme + ungleiche Läufer). Sie hatte dann die Gelegenheit durch umsichtiges Spiel, den Bauern zurückzuerobern. Leider übersah sie dabei den Läuferrückzug, der ihren Turm dann die wichtiger c Linie verstellte. Danach war es einfach verloren.
4:2 gegen tapfer kämpfende Emmenbrücker also. Einige waren nach der Sommerpause wohl noch etwas rostig. In 3 Wochen in der 1. Liga in Zug muss hier eine Leistungssteigerung her oder wir werden dort untergehen.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Brett 1: Roland Ollenberger (2195) - Danush Ahmeti (1752) 1:0
Brett 2: Mischa Domschke (2010) - Tobias Koch (1879) 0:1
Brett 3: Olaf Nazarenus (2026) - Josef Lustenberger (1754) 1:0
Brett 4: Nikita Khamraev (1929) - Dominik Reichmuth (1695) 1:0.
Brett 5: Danilo Shevchenko (1886) Andreas Wüst (1722) 1:0
Brett 6: Sofie Nazarenus (1509) - Serge Karrer (1751) 0:1
- Beschwerde
- 15
- 0